S1, S2, S3 und S3S kennzeichnen geprüfte Eigenschaften von Sicherheitsschuhen nach EN ISO 20345. Entscheidend ist die Eignung für die tatsächlichen Gefährdungen am Arbeitsplatz.
Schutzklassen im Überblick
SB erfüllt die Grundanforderungen. S1 ergänzt unter anderem einen geschlossenen Fersenbereich, antistatische Eigenschaften und Energieaufnahme im Fersenbereich. S2 ergänzt den Widerstand des Obermaterials gegen Wasserdurchtritt und -aufnahme (WPA). S3 ergänzt Durchtrittschutz und profilierte Laufsohle. S2 oder S3 bedeutet nicht automatisch, dass der gesamte Schuh wasserdicht ist.
S3, S3L und S3S
Nach EN ISO 20345:2022 steht S3 für metallischen Durchtrittschutz (P). S3L verwendet nichtmetallischen Schutz, geprüft mit einem 4,5-mm-Prüfnagel (PL); S3S verwendet einen 3-mm-Prüfnagel (PS). Die Auswahl richtet sich nach den Gefährdungen.
Weitere Kennzeichnungen
SR bezeichnet eine zusätzliche Rutschprüfung, WR Wasserdichtheit des gesamten Schuhs, FO Kraftstoffbeständigkeit der Sohle, HRO Kontaktwärmebeständigkeit und CI Kälteisolierung. Die vollständige Herstellerkennzeichnung ist maßgeblich.
Einsatzbereich beachten
Trockene Lagerflächen, nasse Baustellen und Bereiche mit spitzen Gegenständen erfordern unterschiedliche Eigenschaften. Passform, Komfort und Pflege sind ebenfalls wichtig.
Prüfliste
- Gefährdungen am Arbeitsplatz erfassen.
- Ausgabe und Klasse der EN ISO 20345 prüfen.
- Bei Durchtrittsgefahr P, PL oder PS beachten.
- WPA und WR unterscheiden.
- Herstellerunterlagen und Passform kontrollieren.
HinweisDieser Text dient der allgemeinen Information. Maßgeblich sind Gefährdungsbeurteilung, Herstellerangaben und die Beratung durch Fachkundige.



